Endlich wieder Stammtisch!

von Manfred Becker

 

Am 1. Juli geht es wieder los, und hoffentlich bleibt das dann auch so: Wir haben unseren Stammtisch wieder!

Wir treffen uns im Al Canale, Am Kanal 13 in Frankenthal um 19:00Uhr, vorzugsweise draußen. (Notfalls warme Kleidung mitbringen)

Ein kleiner Wermutstropfen:

Bedingung für die Teilnahme ist

  • negatives Corona-Testzertifikat, nicht älter als 48h oder
  • 2 Covid19-Impfungen mit 14Tagen nach der 2. Impfung

Dann aber stet einem fröhlichen Wiedersehen nichts mehr im Wege.

Apfelwiese

Am „Tag der Arbeit“ haben wir zwei winzige Walnußbäumchen auf die Apfelwiese gepflanzt, die uns Martin gespendet hat.  Das war eine schnelle Aktion.

Am 3. Mai habe ich zwei Helfer für die Apfelwiese gehabt. Winfried ist ja Profi mit dem Streichen, und endlich kam der Bio-Baumanstrich an die Jungbäume . Willi und ich haben dann die Baumscheiben gepflegt. Der Ring um den Baum wurde von Bewuchs befreit , ein Gießrand modelliert und mit Eifelhum ( statt Rindenmulch) abgedeckt. Jeder Jungbaum bekam wieder sein Drahtgitter oder Treegator-Sack. Hier waren die Säcke noch alle intakt, kein Mäusebefall.  Nun sind auch die Bäume geschützt, wenn demnächst 6 Schafe dort unsere Wiese beweiden.

 

Martin und Manfred beim Pflanzen des Walnußbäumchens

Winfried in seinem Spusi-Anzug beim Baumanstrich – und Monika

Willi macht wieder den Drahtschutz um den Baum

Überblick über die bearbeitete Anlage

Nun können die Schafe kommen…

der Marmorkrebs (Procambarus virginalis)

von Manfred Becker

Bei uns im Kleine Waldi Frankenthal gibt es den Scherrschen Weiher mit abgeflachtem Ufer hin zur Streuobswiese und einer Sitzbank zum rasten. Alles sehr schön aber..

Obwohl der Weiher weder Zu- noch Ablauf hat und nur durch das Grundwasser gespeist wird, liegt er dank seines Schilfbewuchs am Flachufer recht sauber da. Leider hat nun irgendein Aquarianer sein Aquarium geleert und den exotischen Marmorkrebs im Scherrschen Weiher entsorgt. Der Krebs kommt sonst in unseren Breitengraden nicht vor und hat auch keine Fressfeinde. Der lateinische Name Procambarus (Flusskrebs) virginalis (jungfräulich) erschrickt umso mehr.  Er kann sich ungeschlechtlich fortpflanzen und das tut er auch ungehemmt. Sein Appetit is groß: der ernährt sich von Wasserpflanzen, Kleintieren und Amphibien- oder Fischlaich. Er ist also in der Lage, das Gewässer komplett zu verwüsten.

Nun hat uns die untere Naturschutzbehörde um Hilfe gebeten. Wir versuchen jetzt unter der Leitung von Heiko Weissgerber mit ausgelegten Reusen so viele dieser Krebse zu entnehmen wie möglich. Das ist ein recht hoher Aufwand. Ob es uns gelingt den Weiher zu retten, wird sich zeigen. Im Prinzip reicht ein verbliebener Krebs, um den Vermehrungskreislauf von Neuem zu beginnen. 

Reusen mit Köder im rechteckigen Eimer

 

Aussetzen einer Reuse am unwegsamen Ufer

 

Überprüfung einer Reuse mit Krebs

 

Marmorkrebs auf der Hand (dieser war 13cm lang)
13cm langer Marmorkrebs

 

Fangergebnis am 29. April
(8 Krebse)

 

Lauter Blüten

Bei meinen Kontrollgängen über Apfel- und Pflaumenwiese und das Weisenheimer Grundstück mit Mauer erfreue ich mich auch immer an dem,  was ich höre und sehe. Der Wiedehopf ist da, hup-hup-hup, die Nachtigallen singen um die Wette, das Fasanenpaar richtet sich häuslich ein, ein Reh springt aus unserem Weisenheimer Wäldchen. 

Und alle unsere Jungbäume sehen gut aus, haben Blätter und sogar Blüten. Ich habe sie diese Woche mit Wasser aus dem Brunnen versorgt, jedes Jungbäumchen hat 10 Liter bekommen, das ist fast so viel,  wie es pro qm hier  im April geregnet hat (15 l).

Hier der Beweis:

 

Pfirsichblüte auf der Pflaumenwiese
Pflaumenblüte 11. April

Süsskirschblüte 11. April
Birnenblüte
Blühende Pflaumenbäume und meine noch so miekrige Vogelschutzhecke
Auf der Apfelwiese: das ist der schönste blühende Baum mit Augustäpfeln
selbt die ganz jungen Bäumchen blühen, Hier die ‚gelbe Schafsnase‘
Und der vor 7 Jahren gepflanzte „Leistadter Rotapfel“ blüht üppig
und der junge “ Freinsheimer Tafettapfel“ besteht ja nur aus Blüten

Baumpflege auf Pflaumenwiese

Am 26. März haben Winfried und ich eine Jungbaumpflege auf der Pflaumenwiese abgehalten. Ich habe Neudorff Bio-Baumanstrich und Säcke Rindenmulch besorgt. Winfried hat sich seinen Spusi.Anzug übergezogen und mit dem Baumanstrich begonnen. Ich habe mit dem Spaten das Gras von der Baumscheibe abgehoben und einen schönen Gießrand angelegt. Der wurde dann mit Rindenmulch abgedeckt. 

Die treegator-Säcke sind bis auf drei alle von Mäusen unten angefressen und haben keine Funktion mehr. Im Gegenteil, geschreddertes Plastik liegt auf der Erde. Die Säcke können wir nicht mehr verwenden, ich habe sie entsorgt. Auch wir lernen noch aus Fehlern dazu !

Coronabedingt waren wir nur zu zweit, aber hätten auch gerne mehr Helfer gehabt. Von 10 bis 16 Uhr waren wir aktiv und dann auch mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

 

Winfried streicht die Rinde an
So werden die Jungbäume vor Sonne und Tierverbiß geschützt
Monika legt den Gießrand an und pflegt die Baumscheibe
Auf dem umgezackerten Grund habe ich noch Wildblumensamen ausgestreut, der vielleicht aufgeht, wenn es mal regnet

Neue Nistkästen für die Klostergärten

Die Klostergärten sollen umgestaltet und aufgewertet werden. Dazu bekam der NABU-FT eine Nistkastenspende mit Schwegler-Kästen. Am 23. März haben Klaus, Theo und ich 7 neue Kästen dort gehängt, drei haben wir schon seit zwei Jahren dort. Somit sind nun 10 Kästen dort angebracht.

 

Theo hängt den von NABU-Süd gestifteten Nistkasten
hier ist ein Dreieclkasten für Baumläufer noch von Helmut gebaut
Ein gestifteter Holzbetonkasten für Gartenschläfer oder Rotschwänzchen
Klaus und Theo in Aktion

Mirabellenbäumchen gepflanzt

Am 20. März bei frühlingshaftem Wetter habe ich mit Peter ein Mirabellenbäumchen auf der Pflaumenwiese gepflanzt. Die dort vorhandenen 2 Mirabellenbäume lassen stark nach mit Ertrag und Gesundheit. Neue Ersatzbäume zu pflanzen macht da Sinn.  Nun habe ich im Vorjahr beim Jungbäumeschneiden einen falschen Ast abgeschnitten, kurz, das Bäumchen umgebracht. Daher meine Buße, die Spende eines neuen Baumes !

Hier nun die Bilder der Pflanzaktion

 

 

Pflanzgrube ausgegraben, Stützpfahlangebrachtgute erde aufgefüllt
eingepflanzt, Gießrand und bewässert

Brombeerwurzelziehen

Unser 1. Vorsitzender hatte die tolle Idee, dem übermächtigen Brombeerwuchs auf Apfel- und Pflaumenwiese professionell zu Leibe zu rücken. Wir haben die Agrarfirma Fleischmann beauftragt, mit ihrer Maschine die Wurzeln zu ziehen. Das war mal einen Versuch wert, da nachhaltig etwas zu erreichen. Es entpuppte sich als Knochenarbeit für Manfred und mich, die gelockerten Wurzeln rauszuziehen und in den bereitgestellten Container der Firma Wagner zu entsorgen.

Diese Aktion haben wir (Manfred und Monika)  am 23. Februar auf der Pflaumenwiese und am 27.2. auf der Apfelwiese durchgeführt.

Anschließend sah die Fläche aus als hätten die Wildschweine drin gewütet. Aber Firma Fleischmann hat die Erde dann wieder beigeschoben und geglättet.

Ob sich der Einsatz gelohnt hat, oder doch wieder alles zuwächst wird sich mit der Zeit zeigen.

 

Firma Fleischmann entlädt ihr Arbeitsgerät auf der Pflaumenwiese
Da haben wir reichlich Brombeerwurzeln auf dem Gator zwischengelagert
Bagger und Manfred voll in Aktion
Auf der Apfelwiese sieht es aus als hätten die Wildschweine gewütet
der Container wird noch ganz voll mit Brombeerwurzeln auf der Pflaumenwiese

Manfred tritt die Ladung Wurzeln zusammen – auf der Apfelwiese
Hier ist der Boden schon wieder geglättet

Nistkastenreinigung

Mit Schrecken sehe ich, daß wir coronabedingt sehr nachgelassen haben mit unseren blog-Einträgen. Das heißt aber nicht, daß wir seit dem letzten Eintrag im November untätig gewesen sind. Ich will mal anfangen und berichten, was sich seitdem in unserem Verein getan hat.

Die Nistkastenreinigung haben wir  im Februar 2021 abgeschlossen. hier sind ein paar Fotos von besonderen Nestern, die wir entfernt haben.

 

 

ein Nest mit ganz viel Federn ausgepolstert auf der Apfelwiese
unser Wiedehopfkasten belegt mit einem Starennest auf der Pflaumenwiese
ein Totvogel und 5 Eier

ein mit Wolle gefülltes Meisennest vom Frankenthaler Friedhof

Defekte Steinkauzröhre entfernt und Sturmschaden

Vergangene Woche mussten wir eine Röhre entfernen, die defekt war, da sich die Ummantelung gelöst hat. Auch die Befestigung war nicht mehr vorhanden, sodass sie nur noch in einer Astgabel hing.

Ebenso musste eine Röhre in die Garage gebracht werden, da der Baum bei einem Sturm umgekippt war.  Damit haben wir an der Flak-Stellung keinen Standort mehr.

Pflege des kürzlich gepflanzten Nussbaums

von Manfred Becker

Auch Nussbäume haben Durst. Deshalb hat er am Freitag, den 25. September, 30l arsenhaltiges Wasser frisch aus der Eisenach bekommen. Er sieht recht gesund und zufrieden aus.

Fahrrad und Einsatzwerkzeuge

Nach dem das alles so schön ging, habe ich dann noch auf unserem Grundstück ca. 20 Brombeeren ausgebuddelt. Nun bin ich gespannt, ob der Erfolg von Dauer ist.

Steinkauzröhren gereinigt

Heute waren Moni und ich zum zweiten Mal unterwegs, um die Röhren zu reinigen.

Die ersten sind gereinigt, manche Instandsetzungen müssen aber noch erledigt werden. Bisher haben wir keine Hinweise auf Steinkäuze gefunden, überwiegend fanden wir Starennester. Einerseits kann man dies durch die Menge des Nistmaterials sehen und andererseits haben wir in einer Röhre auch blaue Eierschalen entdeckt.

Es gibt noch einige zu säubern, was wir in den nächsten Wochen erledigen wollen.

Schwalbenehrung

Heute habe ich unser NABU-Mitglied Anja Börner in Freinsheim für ihr schwalbenfreundliches Haus bzw. Stall geehrt. Sie hat in ihren Stallungen 13 Rauchschwalbennester, die dieses Jahr eifrig gebrütet und sich vermehrt haben. Ihre Stallung heißt auch „Schwalbenhaus“ und sie freut sich, sie beherbergen und unterstützen zu können.

 

NABU-Mitglied Anja Börner mit Urkunde und Plakette für schwalbenfreundliches Haus

So laßt uns denn ein Walnußbäumchen pflanzen

Am Samstag, dem 29. August hat Manfred ganz professionell ein Walnußbäumchen gepflanzt. Rainer und ich haben etwas assestiert, unsere Kommentare abgegeben und Wasser zum Angießen  aus der Isenach beigeschafft. Das Bäumchen steht jetzt in der Nähe von den Birken und Apfelbäumen auf unserem NABU-Isenach-Grundstück in Frankenthal.

Mit Entsetzen haben wir gesehen, daß der wunderschöne Blühstreifen mit der Wiesenmahd einfach mit abgemäht wurde – ohne uns zu fragen oder in Kenntnis zu setzen. Nun können die Wildblumen sich nicht mehr aussamen und alle  Mühe mit dem Bewässern in der Trockenzeit war umsonst.  Wir sind sehr traurig darüber!

 

 

Dieses Walnußbäumchen, das uns dankenswerterweise gespendet wurde, soll nun eingepflanzt werden
Zuerst Loch graben
der perfekt gepflanzte Baum mit Gießrand
Mit dem Allmäher schneidet Manfred noch die Apfelbäume frei vom alles überwuchernden Schilf

Nun ist auch der Apfelbaum wieder sichtbar – und er trägt gut und reichlich!

 

Abschlußfoto

Blühstreifen

von Manfred Becker

dieses ist nun die Forstezung des Beitrags vom 3. Mai. Der Blühstreifen ist aufgegangen. Zur Zeit erfreuen uns unter anderen wilde Malve, Rainfahrn-Phazelie (Büscheschön), Sonnenblumen, Boretsch und Platterbse mit ihrer Pracht.

So sah es aus, als es am 31. März losging:

Einsaat am 31. März.

und nun freuen wir uns am 8. Juni über die Pracht:

Malve, Sonnenblume, …
Rainfarn-Phazelie und Borretsch
Borretsch und wilde Malve
auch Mohn hat sich dazu gesellt neben Borretsch und Platterbsen

Wiedehopf, Hase und Fasan

Auf unserer Pflaumenwiese bei Freinsheim hat sich dieses Jahr so einiges an Tieren sehen lassen. Immer wieder begegne ich vogelbegeisterten Fotografen, die mir erzählen, was sie alles gesehen haben dort. Das Schwarzkehlchen und den Neuntöter z. B.

Dabei freue ich mich schon, wenn ich den Wiedehopf von weitem  sehe oder einen geduckten Hasen im Gras oder den Fasan,  der plötzlich vor mir auffliegt, wobei ich mich mehr erschrecke als er.

Unsere Fotografen haben da die besondere Geduld und Ausrüstung und machen die schönsten Fotos, von denen ich hier mit ihrer Erlaubnis welche zeigen möchte. Unser Mitglied Andre´ Straub aus Freinsheim hat mir diese Fotos überlassen. Sind sie nicht wunderschön?

Andre´ hat inzwischen 5 Wiedehopfpaare um Freinsheim herum entdeckt. Sie nisten aber nicht in den speziell für sie gebauten Luxus-Wiedehopfkästen – nein, da sind die Stare eingezogen, obwohl sie nur knapp über dem Boden angebracht sind – eben für den Wiedehopf und nicht für Stare.!!

 

Wiedehopf über Blumenwiese
Feldhase
Fasanenpaar

Färberwaid (Isatis tinctoria)

Auf dem städtischen Grundstück westlich des Hauses Schraderstraße 45 kann man zur Zeit zwei Pflanzenexemplare betrachten, die sich mehr als einen Meter in die Höhe strecken. Zahlreiche Trauben mit jeweils sehr vielen nur etwa 5 mm kleinen gelben Blüten, die einen angenehmen Honigduft verströmen, wiegen sich im Wind, der seit Wochen reichlich über unser Land weht. Die Blätter unterhalb der Blütenstände sind blaugrün gefärbt, ganzrandig, pfeilförmig und stengelumfassend. Die Pflanze ist zweijährig. Im erstem Jahr bildet sie nur eine Rosette aus. Erst im zweitem Jahr erscheinen die Blütenstände. In Europa wird Färberwaid seit dem Mittelalter als Färberpflanze kultiviert. Sie fand aber auch als Heilpflanze Verwendung. Aus den Blättern gewann man blauen Farbstoff. In den deutschen Landen lag das Hauptanbaugebiet in der Gegend um Erfurt. Der Brandenburgische Kurfürst Friedrich Wilhelm (1620-1689) ließ die Uniformen seiner Soldaten mit dem aus der Färberwaid gewonnenen Farbstoff blau einfärben. Bald jedoch verdrängte das aus Asien eingeführte Indigo als preiswerteres Produkt den Farbstoff aus der Färberwaid. Als die BASF 1897 Indigo synthetisch herstellen konnte, verschwand auch das natürliche Indigo vom Markt.

Färberwaid