Trockenmauergrundstück bei Weisenheim am Sand

So sah unser Grundstück bei Weisenheim am Sand heute, Samstag 21.02.2026, bei unserem Pflegeeinsatz aus.

Das ist unsere Trockenmauer. Sie soll wärmeliebenden Tieren und Pflanzen Lebensraum bieten. Die Nischen, Hohlräume und Spalten können als Versteck, Wohnraum, Fortpflanzungsstätte und Überwinterungsort dienen. Wir haben sie heute ein bisschen geputzt und von Bewuchs befreit. 

Die Wiese auf unserem Grundstück sieht unserer Meinung nach so gut aus und ist zur Zeit nicht dran mit Mähen. Der Untergrund ist relativ sandig und nährstoffarm in diesem Gebiet. Das sind gute Bedingungen für artenreiche Grünflächen bei denen auch relativ konkurrenzschwache Blüh-Pflanzen eine Chance haben, die auf nährstoffreichen Böden verdrängt würden.

Auch der schmale Feldgehölzstreifen sieht unserer Meinung nach gut aus und wir greifen nicht ein. Er ist strukturreich, bietet Schutz für Tiere und ist damit ein wertvolles Landschaftselement.

Gummistiefel-Wetter!

Das ist der Weg an der Grundstücksgrenze. Da haben wir übergriffige Brombeeren entfernt. Aber auch hier war dieses Jahr gar nicht so viel zu tun.

Insgesamt war es heute ein recht gemütlicher und entspannter Arbeitseinsatz und es gab reichlich Zeit für den geselligen Teil und für Gespräche.

Arbeitseinsatz „Hinter der Sauhalt“ (Freinsheim)

Gestern, am Mittwoch den 11.02.2026, ausnahmsweise mal mitten in der Woche hatten Manfred und ich einen kompakten zwei-Mann-Einsatz auf unserem Nabu-eigenen Grundstück auf dem Gelände bei Freinsheim mit dem schönen Namen „Hinter der Sauhalt“. Unser Gelände ist der schmale Streifen hier rechts vom Gator bis zur steilen Böschung mit den zwei Meter hohen Büschen ganz rechts, etwa 200 Meter lang.

So, wie oben auf dem Bild, und hier unten, sah es dort aus, als wir kamen:

Manfred hat dann mit dem Allmäher die Fläche gemäht, und ich habe mit dem Freischneider um die Bäume herum und in den Ecken geputzt, wo man dem Mäher nicht so gut hinkommt. Wir sind gut vorangekommen. Ich war zum ersten Mal dort; Manfred meinte, das Grundstück wäre diesesmal in besserem Zustand und leichter zu pflegen gewesen als letztes Jahr.

Nachher sah es dann auf dem Grundstück so aus (drei Fotos, vom Hochsitz aus, von unten nach oben geschwenkt):

Hier noch ein Foto, das zeigt, wie das Grundstück direkt neben der Bahnlinie zwischen Freinsheim und Weisenheim am Sand liegt. Es ist trotzdem sehr idyllisch dort und wir wurden, als wir ankamen, von erstaunlich viel Vogelgezwitscher begrüßt.

Das Abschlussfoto zeigt die beiden zufriedenen Nabu-Aktiven nach getaner Arbeit. Die Abschlussbesprechung und das Futtern und Kaffeetrinken gab es diesesmal nicht direkt auf dem Gelände, sondern in Freinsheim bei Monika im Wohnzimmer.

Unsere „Apfelwiese“ (Streuobstwiese bei Freinsheim) ist wieder gepflegt

Am Samstag, 07.02.2026, stand unsere „Apfelwiese“ auf dem Programm. Wir waren mit 7 Teilnehmern eine schlagkräftige Truppe und konnten eine Menge erledigen. Von unseren Geräten kamen zum Einsatz: 2 Freischneider, unser Allmäher, zwei Kettensägen und verschiedene Astscheren und Hochastscheren und -sägen. Was man halt so braucht, um eine Streuobstwiese zu pflegen, um die Wiese freizuhalten und vor Brombeeren und Verbuschung zu schützen, um die Apfelbäume durch Beschneidung in die richtigen Bahnen zu lenken und vital zu halten und totes Holz zu beseitigen.

Die Fotos hier auf dem Blog zeigen überwiegend den Endzustand der Wiese nach dem Einsatz. Die Wiese selbst ist jetzt insgesamt in einem sehr guten Zustand. Es waren bei unserem Einsatz heute auch vergleichsweise wenig Brombeeren zu schneiden und zu mulchen. Der Untergrund besteht jetzt überwiegend wirklich aus Wiese. Das ist auch wesentlich darauf zurückzuführen, dass wir dieses Jahr im Sommer über mehrere Monate Schafe auf der Wiese hatten, die den Bewuchs auf besonders ökologische Weise zurückdrängen. Das ist besser als mit dem Mäher zu mähen und zu mulchen und den Mulch liegenzulassen.

Allerdings fressen die Schafe auch sehr gerne die Rinde von den Bäumen, und man muss besonders die jungen Bäumen gut schützen, wenn man Schafe auf der Wiese hat. Dieses Bäumchen hier ist vermutlich den Schafen zum Opfer gefallen und ist leider verloren:

Im Frühjahr wollen wir wieder einige junge Apfelbäumchen nachpflanzen.

Neben jüngeren und vitalen Bäumen stehen auch eine ganze Reihe von sehr alten, teilweise vergreisten und teilweise ganz abgestorbenen Apfelbäumen auf der Wiese:

Das hier ist die Krone eines jungen Baumes vor dem Schnitt:

Er muss innen ausgedünnt werden, die Leitäste und die Spitze muss in Form gebracht werden, und nach innen und unten wachsende Äste müssen gekürzt oder entfernt werden. Monika hat viel Erfahrung mit Baumschnitt und hat mit uns die Regeln und Prinzipien dafür besprochen. Geschnitten haben wir dann gemeinsam.

Hier arbeiten Monika und Melanie am Verbiss-Schutz eines Apfelbaums:

Uns sind dieses Jahr besonders die teilweise sehr starken, moosartigen Beläge auf vielen Apfelbäumen auf der Apfelwiese aufgefallen. Manfred wusste gleich, dass das kein Moos ist, sondern Flechten:

Die Flechten bilden interessante Formen und Strukturen auf der Stamm- und Ast-Oberfläche, wie man bei Vergrößerung unter der Digitallupe erkennen kann:

Wir haben uns dazu noch schlau gemacht und haben folgendes gefunden. Es handelt sich wahrscheinlich um die Sulcatflechte ( Parmelia sulcata), eine häufige Blattflechtenart in Mitteleuropa. Flechten sind keine Einzelorganismen, sondern faszinierende Symbiosen aus Pilzen und Algen, die als eigene Lebensform existieren. Der Pilz bietet Schutz und Feuchtigkeit, während die Alge durch Photosynthese Energie liefert. Sie besiedeln nährstoffarme Orte wie Steine, Rinde oder Totholz. Sie entziehen der Rinde keine Nährstoffe und schädigen die Rinde auch nicht, jedenfalls nicht unmittelbar. Man kann sie auch relativ leicht mechanisch von der Rinde durch Abkratzen (mit dem Fingernagel zum Beispiel) entfernen, wie ich bei unseren Apfelbaum-Ästen selbst probiert habe.

Weiterhin findet man dazu auch folgendes. Bei starkem Befall, besonders bei älteren Bäumen, können Flechten Schädlinge wie Apfelwickler oder Läuse verbergen und ihnen Unterschlupf bieten. Dann kann z.B. ein Pflegeschnitt zur besseren Belüftung sinnvoll sein kann, um die Vitalität des Baumes zu fördern. 

Hier gibt es noch weitere Infos zum Thema Flechten: https://meine-gartenzeit.de/2020/01/06/moose-flechten-muss-ich-mir-sorgen-machen/

 

Auch die Nistkästen auf der Wiese wurden jetzt vor Beginn der Brutsaison gereinigt. In einem haben wir die sterblichen Überreste eines kleinen Tiers (mit langem Schwanz) gefunden. Was es wohl war?

Zum Schluss, wie immer, gemeinsames Futtern, mit den leckeren Sandwiches von Monika:

Das Abschlussfoto, da sind alle drauf (von links nach rechts): Axel, Manfred, Wolfgang, Melanie, Rolf, Ralf und Monika.

Pflege im Kleinen Wald: Nabu-Weiher und ehemaliger Acker Frank

Letzten Samstag sind wir endlich wieder dazu gekommen, das Gelände um den kleinen, ziemlich zugewachsenen Weiher, unseren „Nabu-Weiher“, im Kleinen Wald zu pflegen. Er hatte und hat es auch nötig, so zugewachsen wie er am Ufer ist. Mit Kettensäge und Freischneidern haben wir uns Zugang verschafft und auf einer Seite des Ufers den Bewuchs zurückgeschnitten.

Jetzt bekommt der Weiher wieder besser Luft. Aber Wolfgang hat schon recht, man müsste den Eintrag von Grünmaterial deutlich weiter reduzieren, auch die Bäume am Ufer entfernen, von denen viel Laub in den Weiher fällt. Das Wasser ist offensichtlich stark eutrophiert (trüb, richt faulig) und für Tiere im und auf dem Gewässer nicht gut. 

Ich selber habe diesen Weiher jetzt zum ersten Mal aus der Nähe erlebt und ich finde ihn ausgesprochen reizvoll, so versteckt und wild er ist trotz seiner Stadt-Nähe. Er hat sicher noch mehr Potential für Tiere und Pflanzen.

Auf dem ehemaligen Acker Franck sind wir dieses Jahr recht zügig fertig geworden mit unserem Arbeitseinsatz. Ein Teil der Fläche war bereits zuvor von der Stadt bearbeitet worden war und wir waren personell gut aufgestellt. In einem größeren Team macht es noch mehr Spaß und man muss sich nicht so plagen.

Von links: Axel, Ralf, Wolfgang, Lukas, Manfred und Rolf (Foto und Catering: Monika)

Scherrscher Weiher gepflegt

Heute hatten wir unseren zweiten Pflegeeinsatz in dieser Saison: Unser Pflegepachtgrundstück am Scherrschen Weiher im Kleinen Wald in Frankenthal. Das Grundstück muss mindestens einmal jährlich von übermäßigem Bewuchs befreit werden, damit die Frischluftzufuhr zum Weiher gegeben ist, und damit das Gelände vor dem Weiher nicht vollständig verbuscht.

Als wir um 10:30 Uhr vor Ort angefangen haben,  war vom Weg aus nichts vom Weiher zu sehen, weil zwischen Weg und Weiher alles hoch von Sträuchern, Brombeeren und Schilf zugewachsen war. 

Mit Heckenschere, Freischneider und Kettensäge  haben wir Schneisen oben vom Weg den Hang hinunter bis zum Weiher geschaffen, den Streifen vor und hinter dem Zaun geputzt und eine Reihe von größeren Sträuchern mit über die Jahre dicker gewordenen Ästen entfernt.

Mitgemacht haben Melanie, Rolf, Manfred, Bettina (heute zum ersten Mal neu dabei, was uns sehr gefreut hat) und ich.

Es war heute anstrengend, hat aber auch wieder viel Spaß gemacht. Und es war erfolgreich. Der Weiher bekommt jetzt wieder deutlich besser Luft, und gleichzeitig ist noch genug stehengeblieben – wie wir meinen – , damit die Tierwelt Schutz und Deckung findet. Wir waren am Ende jedenfalls sehr zufrieden mit unserem Werk.

Unsere Gruppe bei der Pause und das Ergebnis am Ende unseres Einsatzes ist auf den folgenden Fotos zu sehen.

November-Exkursion zum Rheindürkheimer Spieß („Hotspot der biologischen Vielfalt“)

Am Freitagmorgen, 07.11.2025, haben wir, Rolf und ich, uns zum Naturschutzgebiet bei Rheindürkheim aufgemacht, das liegt nördlich von Worms, in Rheinnähe. Die Auenlandschaft um den Seegraben dort ist auch regelmäßig Ziel unserer geführten Nabu-Exkursionen, die in der Regel im Frühjahr stattfinden. Jetzt wollten wir uns ein Bild machen, was in der Tierwelt dort im November so los ist.

 

Karte der Seegrabenaue mit Naturschutzgebiet bei Rheindürkheim:

 

Eine kurze Einführung zu dem Gebiet und der Vogelwelt dort kann man diesem Ausschnitt einer der Schautafeln von dort entnehmen:

 

Der 07.11. war ein typischer Novembertag, diesig, dunkel, nasskalt mit gelegentlich etwas Nieselregen, und der erste Eindruck war, dass die Tiere sich genauso wie die Menschen irgendwohin verkrochen hatten. Es wirkte alles zunächst sehr still, leblos und verlassen:

 Gummistiefel-Bedingungen auf den Wegen zum Naturschutzgebiet

 

Im ersten Tümpel, direkt unterhalb der erhöhten Aussichtsplattform, zog nur ein einzelnes Blässhuhn seine Kreise.

Auf dem Weg zu den großen Wasserflächen waren dann beim genauen Hinhören aber schon mehr und mehr verschiedene Vogelstimmen wahrnehmbar und mit der App bestimmbar. Immer zu hören waren Rabenkrähen und Dohlen und die dort verbreiteten verschiedenen Gänsearten (Grau- und Nilgänse). Gelegentlich ließ sich ein Stieglitz, eine Feldlärche und Heckenbraunellen bestimmen. Auch Rotkehlchen waren zu hören und mit dem Fernglas und Spektiv zu sehen, genauso wie ein Bergpieper von dem Rolf diese Aufnahme gelang, als der Vogel sich im Feld niederließ:

 

Auf den großen Wasserflächen waren dann doch zahlreiche Schwimmvögel verschiedener Art versammelt. Viele allerdings im Ruhemodus, praktisch regungslos, den Schnabel im Gefieder abgelegt, sich treiben lassend und nur gelegentlich mit kleinen Korrektur-Paddelschlägen die Treibrichtung kontrollierend.

Dann tauchte eine Nutria in der Mitte des Sees auf und schwamm quer durch, was die anderen Wasservögel aber kaum beachteten:

 

Auf der großen Wasserfläche eine von mehreren Schnatterenten:

 

Ein Löffelentenpaar:

 

Drei Reiher waren unterwegs, als wir da waren, zwei Graureiher und ein Silberreiher, wie ich mich erinnere, teilweise in den benachbarten Feldern und teilweise im Wasser watend. Allzu viele Fische schienen nicht im Wasser gewesen zu sein, jedenfalls haben wir keine größeren Fangaktivitäten der Reiher beobachten können:

 

Dass es sich bei diesen Kameraden um Stare handelt, war im Spektiv gar nicht so eindeutig zu erkennen. Auf diesem wunderbar scharfen Foto ist es klar zu sehen:

 

Ab und zu wurde die Stille im Gelände durch auffliegende Schwärme von Vögeln unterbrochen, Graugänse, Nilgänse und andere Arten, die wir nicht sicher identifizieren konnten. Bei den Gänsen konnte man in der Stille gut die Schwingengeräusche und die Schnatter-Kommunikation verfolgen und es wurde kurz mal richtig lebendig in der November-Öde. Das hier war ein Schwarm von Nilgänsen:

 

Zum Schluss unserer drei Stunden Freitagsmorgen-Tour hat Rolf noch zwei Highlight-Entdeckungen und Aufnahmen gemacht.

Zuerst eine einzelne Uferschnepfe, und zwar dort, wo es sich für ein Tier mit so einem Namen gehört, also am Ufer. Sie ließ uns bis auf vielleicht 80 Metern an sich ran, flog dann weg und zeigte dabei ihr schönes und prägnantes Muster in den Schwingen, was man aber nur im Flug sehen kann. Später konnten wir sie noch einmal an einer anderen Uferstelle beobachten und auffliegen sehen:

 

Und schließlich auf unserem Weg zurück zum Parkplatz, recht weit entfernt am gegenüberliegenden Ufer, hatte sich kurz ein Eisvogel auf einem Brombeerzweig niedergelassen:

 

Drei Tage später war Rolf nochmal allein in dem Gebiet unterwegs und hat davon die folgenden weiteren schönen Aufnahmen mitgebracht.

In einem Strauch eine ganze Gruppe von Grauammern:

 

Eines von den Galloway-Rindern, die für die Landschaftspflege am Seegraben sorgen (Dieses hier war wohl zuletzt bis hinter beide Ohren im Futterstroh eingetaucht):

 

Nochmal ein Eisvogel. Ob es der gleiche wie am Freitag war? Hier bei dieser Aufnahme von der Seite sieht man jetzt auch die prachtvolle blaue Färbung:

 

Und schließlich noch ein Turmfalke, der etwas skeptisch in die Kamera schaut (Vor dem hellen Hintergrund sind die Umrisse des Tieres und der Äste auf dem Foto sehr schön freigestellt):

 

Wer sich für dieses außergewöhnliche Naturschutzgebiet interessiert und an einer geführten Begehung teilnehmen will, kann dies am 26.04.2026 tun. Dann ist die nächste Exkursion des Nabu-Frankenthal dorthin angesetzt (siehe Termine).

 

Fotos: Rolf Straßburger

Pflaumenwiese bei Freinsheim gepflegt

Heute haben wir die Wintersaison 2025/26 für die Pflege unserer Grundstücke eingeläutet, und zwar mit der Pflaumenwiese bei Freinsheim. So sieht die Pflaumenwiese jetzt aus (ich finde sie sehr schön):

Zu dritt haben wir uns rund vier Stunden auf dem Gelände ausgetobt und vergnügt. Es war ein ruhiger, milder, etwas dunkler und nur leicht feuchter, sehr schöner Novembertag.

Unsere zwei Baumreihen dort sind jetzt etwas freigestellt und zugänglich gemacht, wir haben aber auch noch reichlich Streifen mit halbhohem Gras und Pflanzen stehen lassen, damit die Tierwelt auch noch was zum Unterschlüpfen und zum Futtern hat. Auch den – sonst in Naturschützerkreisen nicht gut gelittenen – Kirschlorbeerstrauch haben wir stehen lassen; Manfred hat unter seinen Zweigen eine einladende Höhle für Tiere entdeckt (wer da wohl immer hinkommt?). Ich finde ja sowieso, dass man mit den sogenannten „invasiven Arten“ nicht so gnadenlos umgehen sollte.

Manfred und ich, wir haben wie üblich das Grobe erledigt (Freischneider und Mäher), Monika hat die von ihr angelegte Vogelschutzhecke versorgt und die Feinarbeiten an den Bäumen gemacht (und uns mit leckeren belegten Brötchen und mit Kuchen und Getränken versorgt). 

Dieser Baum ist uns noch besonders aufgefallen, mit den zwei fast völlig „abgenagten“ Ästen, vom Boden bis in drei Meter Höhe. Merkwürdigerweise sind auch nur zwei Äste „abgenagt“, und die anderen völlig intakt:

Welcher Zwei- oder Vierbeiner macht so was? Gibt es Giraffen in Freinsheim?

Vermutlich handelt es sich aber doch nur um einen schnöden Pilz. Wie ernüchternd!

Zum ersten Mal konnte ich heute auch die jetzt fertiggestellte Schachtabdeckung unseres kürzlich auf der Pflaumenwiese neu angelegten Brunnens bewundern. So sieht das jetzt aus:

Der Brunnen soll uns auf der Pflaumenwiese mit Wasser versorgen und ist auch Bestandteil eines Bewässerungsprojektes, das wir zusammen mit der Technischen Universität Kaiserslautern-Landau dieses Jahr gestartet haben.

Unser Stand auf dem Bauernmarkt

Am Wochenende vom 06. bis zum 07. September beim Bauern- und Kunsthandwerkermarkt in der Frankenthaler Innenstadt waren wir mit unserem großen Infostand in bester Lage auf dem Rathausplatz mittendrin dabei. Nach dem Startschuss durch die Eröffnungsrede von Bürgermeister Knöppel am Samstag um 11 Uhr füllten sich die Straßen und Plätze schnell; an beiden Tagen herrschte bei bestem Wetter reges Treiben an unserem Stand und um uns herum.

Das Thema Stadtklima/Stadtgrün ist für uns und für die Stadt top aktuell und wird zurzeit vielfältig diskutiert. Dazu wollten wir dieses Mal unbedingt einige zentrale Ideen in ansprechender und unübersehbarer Form an unserem Stand präsentieren. Melanie hatte deshalb zwei große Foto-Banner entworfen und organisiert und auch die Gehwegaufsteller neu bestückt, und zwar mit großen Bildern und Texten zum Thema.  Nachdem wir auf dem Stand zum ersten Mal das Ergebnis in Originalgröße begutachten konnten, waren wir alle sehr angetan. Das eine Banner hat die Überschrift „Leben in Frankenthal – Vielfältig und schön!“ und zeigt Fotos von der interessanten Tier- und Pflanzenwelt in und um Frankenthal. Das andere Banner hat die Überschrift „Frankenthal – mehr Natur in die Stadt“ und stellt Fotos gegenüber von aktuellen eher lebensfeindlichen Frankenthaler Straßen und den gleichen Straßen nach einer Begrünung (von Manfred Computer-modelliert) durch Bäume und Pflanzen, die die Aufenthaltsqualität für Mensch und Tier offensichtlich stark verbessern. Unsere großformatigen Info-Mittel waren echte Hingucker und haben sicher dazu beigetragen, dass die RHEINPFALZ danach auch berichtete „… der NABU informiert über Tierwelt und Bäume und zeigt Begrünungskonzepte …“.

Die Gespräche am Stand waren bunt gemischt. Einige Besucher kommen mit Fachfragen (Welche Pflanzen auf dem Balkon sind gut für Insekten? Welches Vogelhaus ist geeignet und wie hänge ich es auf? Wie kann ich den Igel im Garten unterstützen?). Andere freuen sich einfach, ihre schönen Erlebnisse mit Tieren und Pflanzen in ihrer heimischen Umgebung mit anderen Naturfreunden teilen zu können.

Sehr wertvoll und nett war wieder die Beteiligung und Unterstützung durch unsere Profi-NABU-Kolleginnen Carmen und Cornelia von der NABU-Regionalstelle Süd, die auf jede Natur-Frage eine fachkundige Antwort wissen und von denen man immer was lernen kann.

In der Ecke für Kinder und Jugendliche, von Melanie und Simon von unserer NAJU-Gruppe eingerichtet und betreut, konnten Kinder große Modelle von bekannten Insekten in ihren verschiedenen Lebensphasen in die Hand nehmen und sich erklären lassen.

Die selbstgemachte Marmelade von Obst von unseren Streuobstwiesen (Apfel, Birne, Pfirsich) war der Renner unserer Verkaufsartikel. Monika hat die über 40 großen Gläser nicht nur selbst eingemacht, sondern hatte auch vorher (seit vielen Jahren) auf unseren Streuobstwiesen die Bäume gepflegt, jetzt die Früchte geerntet und zum Schluss die Marmelade selbst verkauft. Und die schmeckt wirklich ausgezeichnet. Vielen Dank Monika!

Von den 10 angebotenen Vogelhäusern sind alle bis auf eines weggegangen. Nur die sehr schön gearbeiteten Insektenhotels sind ein Ladenhüter (sie kosten aber auch 30€). Ich habe mir dann selbst eines gekauft und werde versuchen, das auf einer unserer Wiesen in Gang zu bringen.

In der Nachbesprechung zu unserem Bauernmarkt-Auftritt waren wir uns einig: Es hat Spaß gemacht, wir hatten ein gutes Team, die Aufgaben waren sinnvoll verteilt, und der Stand hat uns und unseren NABU mit unseren Zielen vorangebracht.