Im Rahmen des Höhlenbrüterprogramms der Vogelwarte Radolfzell bekamen 10 junge Blaumeisen, die am Parkplatz bei den NABU Garagen gerade in einem Nistkasten heranwachsen, am Montag, den 27.4., während unserer NAJU Stunde ihren „Personalausweis“ in Form eines kleinen Rings.
Zuerst schauten wir mit Jörn mit einer Kamera in die Nistkästen. Dabei mussten wir feststellen, dass viele Kohlmeisen zu alt zum Beringen waren. Sie würden schon wegfliegen, wenn man den Nistkasten öffnet.
Einige Nistkästen waren sogar schon leer.
Die ganze Natur entwickelt sich immer früher im Jahr!
Das Tümpelgrundstück liegt zwischen Apfel- und Pflaumenwiese , zwischen der Landstraße nach Weisenheim und dem Sauborngraben. Dort haben wir eine Vertiefung ausbaggern lassen, so ist ein kleiner Tümpel entstanden, der sich wie der Sauborngraben mit Grundwasser füllt. Das ist eine kleine Hilfe für Wasser benötigende Tiere. Man sieht, daß er als Tränke benutzt wird. Für Amphibien ist er zu nah an der Straße (Krötenwanderng?) und trocknet zu zeitig aus, aber Wasserläufer sind schon zu sehen.
Auf dem Grundstück stehen 7 junge Bäume und 5 Büsche = Vogelschutzhecke zum Fahrradweg hin.
Letztes Jahr haben wir im Herbst keine Pflegearbeiten dort gemacht. Das haben wir (Axel und ich) gestern schonend nachgeholt.
Hier drei „Vorher“-Bilder
Nun die „Nachher“-Bilder mit Streifenmahd und Baumpflege
die Vogelschutzhecke wird!
die Obstbaumreihe, Williams Christ
Fertig! und fix und fertig !!!
anschließend noch die Baumscheiben gepflegt
Hat sich gut entwickelt: die Elsbeere
Axel hat auch noch ganz andere Fotos gemacht, die kann er noch einstellen.
Kurz nach Sonnenaufgang am NSG Steinbühl in Bad Bergzabern.
Im Rahmen der NABU Workshopreihe „Federleicht“ beteiligten sich Axel und ich am Sonntag 26.04.2026 bei der sogenannten Punkt-Stop-Linienkartierung der Zaunammer im NSG Haardtrand / Steinbühl nördlich der Kernstadt von Bad Bergzabern. Ulf Janz, der langjährige Zaunammerexperte und Vorsitzender des NABU Landau-Stadt führte uns zuerst ein in die Kartierungsmethode und den Vogelschutz, und anschließend auf einem vordefinierten Weg durch das Gebiet.
Das Kartierungsgebiet.
Bei dieser Methode werden an bestimmten Punkten einer vordefinierten Ablaufstrecke mehrmals Rufe der männlichen Zaunammer mit einem Lautsprecher abgespielt und auf Reaktionen von männlichen Zaunammern in der Umgebung gewartet und dann kartiert. Daneben wird natürlich auch an und abseits der Strecke gelauscht und beobachtet. Mit dieser jährlich stattfindenden Erfassung kann man Aussagen zur anzahlmäßigen Entwicklung dieser seltenen Brutvogelart gewinnen. Der Bestand der Zaunammer als Brutvogel in diesem Gebiet hier am Haardtrand sowie bis hoch in die Grünstadter Gegend ist eine wahre Erfolgsstory und hat sich tatsächlich im Gegensatz zu vielen anderen Vogelarten erhöht. Dank der Klimaentwicklung hier und der noch ausreichend vorhandenen, da geschützen, Habitate.
Erfreulicherweise haben wir alle die Zaunammer nicht nur gehört sondern auch zu Gesicht bekommen. Und vieles anderes auch noch. Nach 8 idendifizierten Exemplaren im Vorjahr waren es diesmal sogar 11 Zaunammern. Rheinland-Pfalz weit sollen es inzwischen an die 500 Brutpaare sein.
Es hat Spaß gemacht, an diesem wunderschönen frühen Sonntag-Vormittag in der Südpfalz!
Die erste zu Gesicht bekommene Zaunammer, noch etwas im Gegenlicht.
Und eine Weitere trällert von einer Wingertstange.
Das typische Wohlfühl-Habitat hier am Haardtrand: Weinreben, Sträucher, ein paar Bäume.
Hier ist auch das Schwarzkehlchen daheim.
Und auch die Heckenbraunelle.
Oder der Star.
Aber auch Vierbeiner vergnügen sich hier.
Die Gruppe auf dem Rückweg durch einen kleinen Waldabschnitt.
Gestern fand zusammen mit dem NABU Worms unsere Exkursion ins Naturschutzgebiet „Im Spieß“ bei WO-Rheindürkheim statt. Mit einer kleinen aber feinen Truppe von sechs Personen waren wir über 2 1/2 Stunden im Gebiet unterwegs und konnten insgesamt 50 Vogelarten beobachten, wobei für mich vier durchziehende Braunkehlchen das Highlight waren. Beeindruckend auch die Balzspiele der Rohrweihen, die mit mehreren Paaren in diesem tollen Beobachtungsgebiet brüten.
Nachdem irgendwelche netten Mitbürger zwei unserer neu installierten Bauzaunplanen geklaut haben, haben Rolf und ich am Samstag diese erneuert. Diesmal haben wir auch diese beiden Planen mit Gucklöchern versehen, in der Hoffnung das die Planen so unterinteressant werden zum klauen. Schauen wir mal….
Außerdem habe ich in der Beobachtungshütte wieder Bienenfresserflyer zum Mitnehmen für Interessierte hinterlegt. Aktuell arbeiten wir an einen neuen Flyer, der hoffentlich im Mai gedruckt vorliegt um ihn dann im Beobachtungsstand auszulegen.
Mal schauen ob die jetzt hängen bleiben :-/Extra mit Gucklöchern jetzt… und Flyer sind auch aufgefüllt
Gestern haben wir mal wieder nach vielen Jahren der Abstinenz ein Apfelblütenfest auf der Apfelwiese veranstaltet.
Die alten Bäume sind zum größten Teil abgestorben und stehen als Baumleichen herum, einige haben noch vitale Zweige mit Blüten dran. Die Jungbäume sind inzwischen ansehnlich gewachsen und blühen schön. Die ältesten Jungbäume sind nun 10 Jahre alt. Ein Grund , das alles mal zu feiern und nicht nur dafür zu arbeiten.
Bei frühlingshaftem Wetter mit Sonne und Temperaturen von 24 Grad haben wir unter einem Altbaum gepicknickt. Martin hat uns Baumscheiben von der umgefallenen Weide geschnitten für Sitzhocker und „Tisch“. Einige brachten leckeren selbstgebackenen Kuchen mit und ich habe für die Getränke gesorgt.
Im eingezäunten Teil der Wiese sind nun Andreas Schafe als Rasenmäher auf vier Beinen. Die Bäume sind wie Mumien mit Bettlaken eingepackt, damit die Schafe die Rinde nicht abknabbern – ein Trick der sehr gut wirkt. Schön, daß so viele gekommen sind, auch unsere Nachbarn vom verwilderten Grundstück nebenan. Wir haben den Nachmittag einfach genossen mit Sonne, Nachtigallengesang, guten Gesprächen und Kaffee und Kuchen.
Bei der heutigen Landesvertreterversammlung in Albig wurde Manfred auf unseren Antrag hin von der Landesvorsitzenden Cosima Lindemann für sein über 30jähriges Engagement in unserer Ortgruppe ausgezeichnet. Er wusste von alledem nichts,hat sich aber sichtbar drüber gefreut.
Heute haben Rolf und ich am Bienenfresserbeobachtungsstand in Gerolsheim die dort stehenden Bauzaunelemente mit speziellen Planen verkleidet und einzelne Stücke der Planen entnommen, damit Fotografen oder andere Besucher trotz der Verkleidung weiterhin die Bienenfresser beobachten können. Rolf hat direkt eines dieser „Gucklöcher“ mal mit dem Fotoapparat ausprobiert und für gut empfunden. Bleibt zu hoffen, dass die Besucher an der Grube diese Möglichkeit zu schätzen wissen und sorgsam vor Ort mit dem Inventar umgehen. Gleichzeitig haben wir auch mal den Beobachtungsstand von Müll und Staub befreit, sowie die wachsenden Brombeeren etwas zurück geschnitten, so dass jetzt die Bienenfresser zurückkehren können und neben den neuen Brutwänden auch für die Beobachter alles gerichtet ist.
Der Bauzaun vor Beginn der VerkleidungNach der Verhüllung, gut zu sehen die „Gucklöcher“ in NABU-BlauVon der anderen Seite aus gesehen. Rolf testet schon eines der GucklöcherSo siehts dann der Bienenfresser 😉Blick durch ein Guckloch in Richtung Süden mit der neu gestalteten Aushebungund hier der Blick Richtung Westen bzw. Beobachtungsstand
Leider mussten wir bei unserer Aktion feststellen, dass die von den Bienenfressern so innig geliebte Robinie die innerhalb der Grube rechts vom Beobachtungsstand aus stand, von irgendjemandem gefällt wurde. Das war niemand von uns, denn wir haben den Baum extra bei unserer Pflegemaßnahme im Januar für die Vögel als Ansitzwarte stehen lassen.
Gestern, am Samstag den 04.04.2026, haben Monika und ich eine Pflanzaktion auf unserem Grundstück bei Freinsheim, unserer „Apfelwiese“ durchgezogen. Wir haben drei Apfelbäumchen gesetzt, und zwar von einer alten gebietstypischen Sorte mit dem schönen Namen „Pfälzer Schafsnase“. Der Malus „Pfälzer Schafnase“, oder auch „Gelbe Schafnase“, ist laut Baumschule (Ritthaler) „ein großer, saftiger Herbst- und Winterapfel (Oktober bis Januar), knackig-saftig, sehr groß, gelbgrün-hellgelb, reichtragend, starkwüchsig und robust“ und erscheint uns damit sehr gut für unsere Streuobstwiese geeignet. Bis zur ersten Ernte von diesen Bäumchen wird es aber wohl noch ein paar Jährchen dauern.
So kamen die drei Bäumchen bei uns an:
Wir haben drei Pflanz-Löcher ausgehoben (in der Flucht mit den vorhandenen Bäumen und mit ausreichend Abstand), jeweils einen Stützpfahl eingeschlagen, in das Loch die Wurzeln des Setzlings eingesetzt und mit einer Mischung aus Pflanzerde und der ausgegrabenen, sehr fetten, ton-haltigen Erde gemischt, das ganze mit den Füßen festgetreten, mit einer Baumscheiben-Abdeckung und mit Rindenmulch bedeckt und einen Gießring um die Baumscheibe angelegt:
Dann ging es weiter mit reichlich Wässern, die Bäumchen mit Weißanstrich schützen, anbinden und mit Verbiss-Schutz einwickeln. Schon fertig! So sahen die drei Bäumchen zum Schluss aus:
Damit kommt jetzt wieder frisches Leben in die Apfelproduktion auf der Wiese, auf der viele der alten Bäume das Ende ihres Lebenszyklus längst erreicht haben, und nachdem uns zuletzt auch einige junge Bäumchen dort eingegangen sind, zum Teil wohl wegen Schafs- oder Reh-Attacken, und/oder zum Teil wohl auch wegen zu großer Hitze und Trockenheit im Sommer.
Was gab es sonst noch so auf der Apfelwiese?
Es blüht schon sehr hübsch auf der Wiese. Die vielen kleinen gelben Blümchen kennt meine App als Scharbockskraut (Ranunculus ficaria):
Dann haben wir noch dieses Mauseloch entdeckt, mit vielen leer-gefutterten Walnussschalen davor:
Bei diesem Vogelhäuschen muss unten die Vorderwand neu eingesetzt werden, dann wäre es wieder bewohnbar:
Zum Schluss nochmal ein Überblick über die Apfelwiese. Die Pfeile zeigen die Lage der drei neuen Bäumchen. Bei einer Reihe von weiteren Bäumen haben wir zum Schluss auch noch den Weiß-Anstrich erneut. Wir fanden, dass die Wiese ingesamt gut dasteht, und freuen uns jetzt auf unser geplantes „Apfelblütenfest“ dort in drei Wochen.
Nachtrag am 10.04.2026
Inzwischen ist der Wiedehopfkasten, in dem Stare wohnen, wieder repariert, und die Apfelbäume auf der Wiese fangen an zu blühen: