Heuschrecken-Sandwespen Sphex funerarius

Fundstelle Topografische Karte 1:25000 6516 Quadrat 4 Mannheim-Südwest

Bei der Gemeinde Waldsee liegt, idyllisch an einem Laubmischwald, der Weiher Schlicht. An einer Stelle ist der flach zum Wasser abfallende Nordstrand nur schütter mit Bäumen, Büschen und Kräutern bewachsen. Das Erdreich ist sandig und trocken. Hier fielen mir emsig und ruhelos umherschwirrende und laufende Grabwespen auf. Die für Grabwespen ungewöhnliche Größe von 20 bis 25mm erstaunte mich.  Ab und zu schlüpften sie in kleine kreisrunde Erdlöcher hinein oder krochen aus ihnen heraus. Die Tiere waren mir völlig unbekannt. Um die Wespen zuhause bestimmen zu können, wollte ich die Tiere fotografieren.  Das Problem dabei war, dass an diesem Strand  Menschen ohne Badebekleidung Sonne und Wasser genossen. Die wären wohl zu recht empört gewesen, wenn ich mit dem Fotoapparat dort hantiert hätte. Also sprach ich die Leute an, erklärte ihnen mein Vorhaben und sicherte ihnen zu, dass sie meine Bilder ansehen könnten. So konnte ich vor interessiertem Publikum meine Aufnahmen machen. Die Bestimmung gestaltete sich schwieriger als ich dachte.  Schließlich bestätigte mir der ,,Insektenmann“ , Herr Gerd Reder  aus Flörsheim-Dalsheim, meine Erkenntnis, dass meine Fotos die Heuschrecken-Sandwespen zeigen. Sie werden auch Heuschrecken-Grabwespen  genannt. Weiterhin konnte ich lesen, Zitat: ,, Diese wärmeliebende Art lebt vor allem in Nordafrika und dem südlichen Mitteleuropa bis Zentralasien. Eine weit abgetrennte Population existiert auf der Ostseeinsel Gotland. Die erwachsenen Wespen ernähren sich von Blütennektar. Für den Nachwuchs gräbt jedes Weibchen einen bis zu 15 cm tiefen Gang in das Erdreich, von denen mehrere Brutkammern abzweigen. In jede der Kammern werden erjagte und durch einen Stich gelähmte Heuschrecken eingebracht. An diesen wird ein Ei abgelegt. Nach drei bis vier Tagen schlüpft aus dem Ei eine Larve. Die gelähmten, aber noch lebenden Heuschrecken dienen den Larven als Nahrungsdepot. Zur Überwinterung spinnen sich die Larven in einen Kokon ein. Im nächstem Sommer verlassen die fertigen Heuschrecken-Sandwespen die Brutkammern. Die Flugzeit der Heuschrecken-Sandwespen erstreckt sich von Ende Juni bis Anfang September. Die Wespen leben zwar solitär und  jedes Weibchen gräbt nur eine Röhre, aber mehrere Weibchen legen an günstigen Stellen ihre Erdröhren an,  so dass eine kleine Kolonie von 10 bis 15 Erdröhren entsteht“ .Zitat EndeAn der gleichen Stelle tummelten sich viele Dünensandlaufkäfer (Cicindela hybrida) und einige Blauflügel-Ödlandschrecken (Oedipoda caerulescens), die ebenfalls sonnige, sandige Flächen als Lebensraum benötigen.  Würde der Badebetrieb an dieser Stelle eingestellt,  kämen Büsche und Bäume hoch und der Lebensraum für diese Tiere wäre vernichtet.

Weibchen mit roten Beinen an der Brutröhre
Heuschrecken-Sandwespen-Weibchen schlüpft aus der Brutröhre
Heuschrecken-Sandwespe Weibchen. Abdomen vorderer Teil rot.
Blauflügelödlandschrecke
Dünensandlaufkäfer
Tierfotograf Peter Weiser Sandhausen.           Männliche Heuschrecken-Sandwespe auf Blüte des ,,Kuglköpfigem Lauch“

Heuschrecken-Sandwespen Sphex funerarius

Fundstelle Topografische Karte 1:25000 6516 Quadrat 4 Mannheim-Südwest

Bei der Gemeinde Waldsee liegt, idyllisch an einem Laubmischwald, der Weiher Schlicht. An einer Stelle ist der flach zum Wasser abfallende Nordstrand nur schütter mit Bäumen, Büschen und Kräutern bewachsen. Das Erdreich ist sandig und trocken. Hier fielen mir emsig und ruhelos umherschwirrende und laufende Grabwespen auf. Die für Grabwespen ungewöhnliche Größe von 20 bis 25mm erstaunte mich.  Ab und zu schlüpften sie in kleine kreisrunde Erdlöcher hinein oder krochen aus ihnen heraus. Die Tiere waren mir völlig unbekannt. Um die Wespen zuhause bestimmen zu können, wollte ich die Tiere fotografieren.  Das Problem dabei war, dass an diesem Strand  Menschen ohne Badebekleidung Sonne und Wasser genossen. Die wären wohl zu recht empört gewesen, wenn ich mit dem Fotoapparat dort hantiert hätte. Also sprach ich die Leute an, erklärte ihnen mein Vorhaben und sicherte ihnen zu, dass sie meine Bilder ansehen könnten. So konnte ich vor interessiertem Publikum meine Aufnahmen machen. Die Bestimmung gestaltete sich schwieriger als ich dachte.  Schließlich bestätigte mir der ,,Insektenmann“ , Herr Gerd Reder  aus Flörsheim-Dalsheim, meine Erkenntnis, dass meine Fotos die Heuschrecken-Sandwespen zeigen. Sie werden auch Heuschrecken-Grabwespen  genannt. Weiterhin konnte ich lesen, Zitat: ,, Diese wärmeliebende Art lebt vor allem in Nordafrika und dem südlichen Mitteleuropa bis Zentralasien. Eine weit abgetrennte Population existiert auf der Ostseeinsel Gotland. Die erwachsenen Wespen ernähren sich von Blütennektar. Für den Nachwuchs gräbt jedes Weibchen einen bis zu 15 cm tiefen Gang in das Erdreich, von denen mehrere Brutkammern abzweigen. In jede der Kammern werden erjagte und durch einen Stich gelähmte Heuschrecken eingebracht. An diesen wird ein Ei abgelegt. Nach drei bis vier Tagen schlüpft aus dem Ei eine Larve. Die gelähmten, aber noch lebenden Heuschrecken dienen den Larven als Nahrungsdepot. Zur Überwinterung spinnen sich die Larven in einen Kokon ein. Im nächstem Sommer verlassen die fertigen Heuschrecken-Sandwespen die Brutkammern. Die Flugzeit der Heuschrecken-Sandwespen erstreckt sich von Ende Juni bis Anfang September. Die Wespen leben zwar solitär und  jedes Weibchen gräbt nur eine Röhre, aber mehrere Weibchen legen an günstigen Stellen ihre Erdröhren an,  so dass eine kleine Kolonie von 10 bis 15 Erdröhren entsteht“ .Zitat EndeAn der gleichen Stelle tummelten sich viele Dünensandlaufkäfer (Cicindela hybrida) und einige Blauflügel-Ödlandschrecken (Oedipoda caerulescens), die ebenfalls sonnige, sandige Flächen als Lebensraum benötigen.  Würde der Badebetrieb an dieser Stelle eingestellt,  kämen Büsche und Bäume hoch und der Lebensraum für diese Tiere wäre vernichtet.

Foto: Hermann Deichfuß Frankenthal und Peter Weiser Sandhausen

Weibchen hat rote Beine.  Schlüpft aus der Brutröhre

Blauflügelödlandschrecke

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Zwergfledermaus befreit

Heute bekam ich einen Anruf aus einem Haus am Albrecht-Dürer-Ring. Dort hatte sich eine Fledermaus ihren einen Flügel in einem Spalt zwischen Wand und Rauchmelder eingeklemmt.

Die Fledermaus hängt im Spalt zwischen Rauchmelder und Wand fest.

Mit Gartenhandschuhen bewaffnet nahm ich die Fledermaus vorsichtig, zog sie leicht weg, bis ich die Stelle erkennen konnte, wo das arme Tier eingeklemmt war. Mit etwas Kraft wurde nun der Spalt durch Hebeln am Rauchmelder vergrößert, bis ich die Verklemmung leicht lösen konnte. Ein kleiner Karton stand schon bereit, wo die Fledermaus auf weichem Küchenkrepp Platz nahm. Deckel zu – nun konnte sich das Tier erst einmal wieder beruhigen.

Wie sich herausstellte, war das schon der 3. Vorfall an genau diesem Rauchmelder – Evelyn kann davon berichten.
Um nun einen 4. Vorfall abzuwenden, nahm ich den Rauchmelder erst auseinander und schraubte den Halter ordentlich fest an die Wand an, so dass es jetzt keinen Spalt mehr gibt.
Anschließend fuhr ich mit der Fledermaus zum Kleinen Wald und setzte das Tier an einem Baumstamm am NABU-Weiher ab.

da hängt sie nun – die Fledermaus, an unbekannter Stelle, jedoch in Freiheit

Nun kann sie an schönerer Stelle ihr Fledermausleben weiterführen.
Manfred Becker

Pflaumenwiese: Mahd, Pflegeschnitt, Ernte

Am Donnerstag, 8. August haben wir spontan in kleiner Besetzung (Manfred, Theo und ich) einen 5 stündigen Pflege- Großeinsatz auf der Pflaumenwiese gemacht. Mit Allmäher, Freischneider, Spaten und Rosenschere haben wir den Wildwuchs in eine gepflegte, parkähnliche Anlage verwandelt. Die Fotos von Manfred zeigen das Ergebnis.

gemähte Pflaumenwiese
der Mittelstreifen
die ganze Breite
von Nord nach Süd
von Süd nach Nord
Pause

Am darauffolgenden Freitag haben Peter und ich angefangen die Bäume mit Hochentaster und Säge zu schneiden, in erster Linie Totholz rausgeholt und abgebrochene Äste entfernt. Von den abgebrochenen Ästen wurden die Pflaumen geerntet und am Wochenende zu Marmelade für den Bauernmarkt verarbeitet. Die Äste und Zweige wurden auf einen Haufen gestapelt – ein schöner Unterschlupf für Vögel und Igel.

Altholzstapel
die Quittenbäume tragen reichlich
reife Pflaumen
reife Pflaumen

Und heute nun gab es einen wiederum sehr spontanen Ernteeinsatz mit der NAJU . Wir haben alles abgeerntet und aufgelesen. Das ging recht flott dank der 8 Helfer in knapp 3 Stunden.

am Boden auflesen
auf die Leiter klettern
die NAJU im Einsatz
Pflaumenernte
Sonnenuntergang von oben gesehen